South Shetland Islands

Je südlicher wir eintauchten in die Antarktis, um so eindrucksvoller wurden die landschaftlichen Bilder. Von unserem Expeditionsleiter, John Frick gab es regelmäßige ‚Recaps‘, beziehungsweise Nachbesprechungen der erlebten Tage und Einstimmungen zu den kommenden Haltepunkten mit ihren jeweiligen Herausforderungen und örtlichen Besonderheiten.

Am viertletzten Tag der Kreuzfahrt standen Besuche auf Half Moon Island an und – wenn es das Wetter erlauben sollte – eine Einfahrt in die Caldera des Vulkans auf Deception Island. Der Vulkan war nicht aktiv, aber der letzte Ausbruch lag noch nicht solange zurück. Die Walstation auf Deception Island war bis 1967 belebt und wurde nach einer Eruption im gleichen Jahr fluchtartig verlassen. Aber in unserem November 2019 war keine Gefahrensituation zu erkennen, abgesehen vom Wetter, das durch hohen Wellengang eine Einfahrt in die von Wasser überflutete Caldera zu risikoreich machen konnte.

Unser Kapitän informierte uns über die aktuelle Wettersituation und ließ es noch offen, ob wir die Einfahrt wagen konnten.

Google Map. Half Moon Island, South Shetland Islands

Eisberglandschaft Weddell Sea

Eisberglandschaft in der Gerlache Strait, Antarktis

Half Moon Island

Half Moon Island

Eisberglandschaft Weddell Sea

Eisberglandschaft Weddell Sea

Wetterbedingungen

Wir konnten beobachten, wie das Wetter teilweise an Tagen wie diesen innerhalb weniger Stunden dramatisch wechselte, drohende Sturmwolken den Horizont überzogen, oder wie von Geisterhand wieder verschwanden.

Das wiederum ließ die Augen der Jäger des Lichts, die Fotografen unter den Besuchern, das waren 90 % der mitreisenden Gäste, aufleuchten. Denn dadurch boten sich etwa ganz andere Lichtstimmungen als nur bei strahlendem blauen Himmel.

Die Antarktis zeigte sich launisch und von ihrer besten Seite.

Dramatische Wetterbedingungen in der Antarktis

Dramatische Wetterbedingungen in der Antarktis

Landung auf Half Moon

John Frick hatte schon erkundet und uns vorbereitet, was uns auf dieser verlassenen Walfangstation erwarten würde und bereits die Route für uns Besucher abgesteckt, dass wir die dort lebende Pinguinkolonie nicht stören würden. Über einen niedrigen Pass ging es auf die andere Seite der Insel. Oben angekommen, pfiff der Wind um die Ohren und wir zogen die gelbe Antarktis-Jacke, die uns von National Geographic und Ponant zur Verfügung gestellt wurde und die wir auch nach der Kreuzfahrt behalten durften, eng zusammen. Jetzt lohnte sich warme Mohair-Unterwäsche, denn diese Wetterbedingungen waren nicht mehr gemütlich.

Aber wie alles hatte auch dieses Erlebnis seinen Reiz. Außerdem wurden wir vom Expeditionsteam bestens umsorgt und bei der Rückkehr auf das Schiff mit einer kräftigen Brühe empfangen, die die steif gefrorenen Glieder wieder stärkte.

Bernd Schray, Half Moon Bay, South Shetland Islands

Bernd Schray.  Half Moon Bay, South Shetland Islands

Interview mit John Frick, Expeditionsleiter auf der Le Soleal, Ponant Cruises

Youtube Video. Interview mit John Frick, Expeditionsleiter auf der Le Soleal von Ponant Cruises

Die Tierwelt auf Half Moon

Meistens konnten wir Adelie Pinguine sehen, aber auf Half Moon lebten auch Macaroni-Pinguine, die den weiblichen Gästen besonders gut gefielen. Sie sahen auch zu niedlich aus mit ihrer orange abstehenden Punkfrisur und den netten Augen.

Als wir den entfernten Winkel der Insel besuchten, watschelten neben uns und mit uns ganz vertraut einige Pinguine mit und zeigten keinerlei Ängste oder Fluchtreflexe. Das war sehr erstaunlich und prägte sich tief in die Erinnerungen dieses Tages ein.

Schiffswrack Half Moon Bay

Schiffswrack Half Moon Bay

Macaroni Pinguin auf Half MoonChinstrap Pinguin in der Antarktis

Macaroni- und Chinstrap-Pinguine auf Half Moon Bay

Weiterfahrt Richtung Deception Island, Whalers Bay

Als wir Deception Island näher kamen, wurde nicht deutlich, ob der Wellengang eine Einfahrt erlauben würde. Unser Kapitän wartete vor dem schmalen Durchgang und zeigte sich unentschlossen, meinte aber, dass das Wetter in kurzer Zeit wohl besser werden sollte. Tatsächlich ging es mit einer Portion Geduld und dem nautischen Geschick unseres Kapitäns später dann in den inneren Zirkel der Caldera und wir konnten die verlassene und halb zerstörte Walfangstation besichtigen, deren Überreste dort immer noch zu sehen waren.

Auf dieser Reise wird man immer wieder den Spuren der Menschen begegnen, die hier vor nicht allzu langer Zeit unter wesentlich ungünstigen Bedingungen ihrer Arbeit nach gingen oder Forschungsergebnisse aus der Welt der Antarktis zusammen trugen.

Verlassene Station auf Deception Island

Verlassene Station auf Deception Island

Deception Island

Erste detaillierte Karte von Deception Island (1829)

Schmale Einfahrt in die Caldera von Deception Island

Schmale Passage in die Caldera von Deception Island

Fortsetzung Reisebericht: Danco Island und Neko Harbour

Mit diesen mächtigen Eindrücken neigte sich der Tag zu Ende und im Theater auf Deck 4 stimmte uns nun John Frick auf den Höhepinkt der Kreuzfahrt in die Antarktis ein. Alle hofften auf gutes Wetter um die gewaltigen Gletscher und Eisberge von Danco Island und Neko Harbour in voller Schönheit erleben zu können. Gespannt warteten wir auf den nächsten Tag.

Fortsetzung -> Reisebericht Kreuzfahrt in die Antarktis, Teil 10

Highlights Antarktis

Anzeige. Highlights Antarktis

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Dieser Artikel wird präsentiert vom Redaktionsteam be travel

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  • Stand 04.01.2020
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