Der eigentliche Grund, Buenos Aires zu besuchen, war für mich das Ticket in die Antarktis. Vor vielen Monaten schon war klar, dass ich eine Kreuzfahrt mit der Le Soleal von Ponant Cruises zu den Falklands, Südgeorgien und zur Antarkischen Halbinsel machen werde.  

Die Kreuzfahrt ist inklusive Anreise von Buenos Aires nach Ushuaia, wo die Kreuzfahrt beginnt und endet. 

Darum also Buenos Aires. Da ich noch nie in Südamerika war, kam mir die Gelegenheit, den Kontinent, Argentinien und die Stadt Buenos Aires neu zu entdecken, gerade recht.

Allzu viel wusste ich weder über die Länder Südamerikas, noch über Buenos Aires im Besonderen, das machte die Sache spannend. Wie bereitet man sich auf so eine Reise vor?

Man besorgt sich Reiselektüre, informiert sich über Internet, man redet mit Freunden und Fremden. Das Bild, das sich nach und nach zusammensetzte, war widersprüchlich. 

Argentinien hat schwere Krisen in den letzten Jahren und Jahrzehnten durchlaufen. Bis hin zu einem de fakto Staatsbankrott im Jahr 2001. 

Da wurde ich etwas nachdenklich. Wie ist die Stimmung im Land? Was kann passieren? Wie gefährlich ist Buenos Aires?

Kreuzfahrt in die Antarktis

Kreuzfahrt in die Antarktis

Reisehinweise Argentinien
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Buenos Aires 2019

Nicht nur, dass man in den offiziellen Tagesnachrichten kaum, wenig, so gut wie keine positiven Meldungen lesen kann, wurden wir auch im Land von Einheimischen vor kriminellen Elementen gewarnt. Vielleicht ist die Lage tatsächlich in manchen Stadtteilen kritisch, aber ich habe nie eine gefährliche Situation in den 5 Tagen Aufenthalt in der Stadt erlebt oder gesehen. Und ich habe viel gesehen und erlebt. Siehe Bericht über Buenos Aires Teil 1.

Im Gegenteil, die meisten Menschen, die uns begegneten waren nicht nur nett, höflich, gastfreundlich. Sie waren manchmal sogar herzlich, wie man es in Deutschlands Städten kaum mehr erleben kann. Ich war überrascht.

Deshalb meine uneingeschränkte Empfehlung, Buenos Aires einmal zu besuchen. Nicht nur aus diesen, sondern auch vielen anderen Gründen.

Wikipedia Argentinien
Buenos Aires herzlich

Buenos Aires herzlich

Buenos Aires lohnt sich

Buenos Aires lohnt sich

MOVE on tour in Buenos Aires

Auf den ersten Blick ist Buenos Aires lange nicht so attraktiv wie beispielsweise New York, London oder Dubai. Es gibt einige Wolkenkratzer, die sind niedriger und wenig spektakulär. Es gibt das übliche Großstadtflair mit Knotenpunkten, Autoschlangen, Stau, Hektik und Stress. Alles ist eine Stufe kleiner und weniger Schickimicki als zum Beispiel, na ja, ich sag jetzt keinen Vergleich.

Buenos Aires, Museo Bella Arte

Buenos Aires, Museo Bella Arte

Buenos Aires mit Herz und Kultur

Buenos Aires hat Herz und Kultur. Es hat Zeit und frische Luft, wie der Name schon sagt. Die vielen Grünflächen und Parks lockern das Stadtbild auf und schaffen Atmosphäre. Smog und dicke Luft konnte ich nicht feststellen. Stundenlang durch die Stadt zu laufen ist nicht so giftig wie in anderen Städten.

Das Leben ist insgesamt entspannter und sozialer. Ich konnte es an Kleinigkeiten feststellen. Das sind zum einen viele kostenlosen Kulturangebote. Ich habe einige Museen besucht, die keinen Eintritt verlangt haben, der kleine Zoo und Ecopark ist ebenfalls frei. Viele Künstler, Musiker, Performancekünstler, Tänzer treten auf und lassen den Hut herum gehen. Wer hat, der zahlt, wer nichts hat, darf trotzdem bleiben und die Performance genießen.

Das macht die Stadt in meinen Augen sehr sympathisch.

Buenos Aires Tipps

Zum Abschluss noch einige Tipps für alle, die etwas Besonderes in Buenos Aires erleben möchten.

Tango Argentina, Buenos Aires, Avenida Florida

Tango Argentina, Buenos Aires, Avenida Florida

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One More Thing

Buenos Aires ist berühmt für spektakuläre Tangoshows. Die besten Tänzer zeigen artistische Figuren voller Eleganz und Hingabe und sie nützen dabei jeden Ort, jede Gelegenheit. Ich habe passionierte Strassenshows nahe Galerias Pacifico erlebt, exzellenten Tango am Nachmittag in einer schäbigen Bar in San Telmo und tief in der Nacht in einer alternativen Szene–Lokation irgendwo in einem Barrio in der Le Cathedral de Tango.

Neben Tango ist die Caminito Tour La Boca ein Hotspot für europäische Touristen. Ein Mustsee. Wie das Teatro Colon, für das man sogar relativ einfach günstige Stehplätze bekommen kann, wenn man sich darum bemüht. Palermo ist das Zentrum für das Nachtleben in Buenos Aires und dann hat man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abgehakt. Oder? War es das?

Wer noch etwas Zeit mitbringt, für den habe ich noch einen Tipp.

Tango Argentina, Buenos Aires, Avenida Florida

Tango Argentina, Buenos Aires, Avenida Florida

Buenos Aires Plan B

Das Tourist Office von Buenos Aires ist sehr aktiv bemüht, attraktive Hotspots und Sehenswürdigkeiten auf dem Silbertablett für ausländische Touristen zu präsentieren. Der Vorteil liegt auf der Hand. Wer keine Zeit mit Suche verschwenden möchte, bekommt erstklassige Tipps von Insidern der Kultur- und Alternativ-Szene der Stadt.

Beispiel Abasto Barrio.

In diesem vom Zentrum weiter abgelegenen Viertel sind unentdeckte Schätze zu finden. Tangobars, Künstlerateliers, Streetart Graffity in Form von Wandgemälden wie wir sie in Deutschland nicht kennen. Die Stadt hat dazu extra eine Interactive Karte erstellt, die genug Raum lässt für individuelle Entdeckungen. Buenos Aires Turismo Por Barrios

Es gibt Angebote für Kreativ-Touren, Jugendliche, Tango, Heritage.

Turismo por barrios

Google Map. Buenos Aires Abasto Barrio

Ein wichtiges Argument für eine Kreuzfahrt in die Antarktis ist neben dem eigentlichen Ziel die Gesellschaft der anderen Gäste. Wer ist mit an Bord und teilt alle Abenteuer mit Dir (wenn Du alleine oder zu Zweit reist)?

Gute Frage. Wer hier ein jugendliches Publikum erwartet, ist vermutlich enttäuscht, denn für die meisten Reisenden ist die Antarktis „A Dream of a Lifetime“. Die Reise ist für Viele ein absoluter Höhepunkt in ihrem Leben und entsprechend älter sind die Gäste. Grob gesagt bewegt sich der Altersdurchschnitt zwischen 50 und 70 Jahren. Darüber hinaus findet man wenig jüngere Gäste (meist in Begleitung ihrer Eltern) oder sehr viel ältere Gäste, denn die Reise ist natürlich anstrengend und eine Herausforderung für den Körper und die Konstitution.

Auffallend groß ist die Gruppe der Hobbyfotografen an Bord, die alle entsprechend ausgestattet alles einfangen, was sich vor der Linse bewegt. Ponant Cruises beispielsweise ist darauf vorbereitet und bietet diverse technische Unterstützung und Tipps für diese Gruppe an.

Aber die meisten Gäste genießen den Moment, die Kreuzfahrt, das leckere Essen, die französische Küche, die Vorträge, die Shows und lassen es sich gut gehen. Genau darauf ist das gesamte Programm auf dem Schiff ausgelegt und wem hier langweilig wird, findet noch ein reichhaltiges Unterhaltungsprogramm im TV auf der Kabine.

Offizielle Bordsprachen der Le Soleal sind Französisch und Englisch. Der eine oder andere Offizier kann vielleicht ein bisschen Deutsch. Wer sich in Französich oder Englisch verständigen kann, hat an Bord von allen Ponant Schiffen keine Probleme.

Die Gäste an Bord bilden ein buntes Völkergemisch. Da die Ponant Kreuzfahrtschiffe französisch gemanaged werden, kommen natürlich viele Gäste aus Frankreich und der französisch sprachigen Schweiz, aber für die Antarktis interessieren sich auch Koreaner, Taiwanesen, Chinesen und Japaner neben Besuchern aus USA, Australien, Deutschland und anderen europäischen Ländern. Die Kommunikation unter den verschiedenen Gruppen funktioniert gut und ist die Basis für viele anregende Gespräche.

Eine Kreuzfahrt in die Antarktis ist kostspielig. Das liegt schon daran, dass nur wenige Gäste gleichzeitig in dieses Gebiet mit Rücksicht auf die Natur und die Umwelt einreisen dürfen. Alle Schiffe, die in diesen Breitengraden kreuzen, fassen nicht mehr als 250 Gäste. Das ist auch gut so, um das empfindliche Gleichgewicht dieser fragilen Region nicht zu zerstören.

Jede Reederei, die eine normale Kreuzfahrt dorthin anbietet, kalkuliert mit Preisen ab 8.000 Euro aufwärts. Ohne Anreise nach Buenos Aires oder Ushuaia. Nicht so bei Ponant. Hier ist die Anreise mit einem Charterflieger von Buenos Aires nach Ushuaia inkludiert, was die Vorbereitungen erheblich erleichtert.

Wer günstig reisen will und rechnen muss, sollte langfristig im Voraus planen, denn dann sind viele Tickets noch günstiger zu buchen als unter Hochdruck und im letzten Moment. Wer auf Last Minute Preise hofft, ist falsch beraten. Die Reisen in die Antarktis sind limitiert und es herrscht kein Überangebot. Wer sich diesen Traum leisten möchte, sollte also mindestens 10.000 Euro pro Person einplanen, besser noch ‚ein paar Dollar‘ mehr.

Wenn die Kreuzfahrt mit Ponant gebucht ist, hat man damit die meisten Ausgaben bereits bezahlt. Optionale Landausflüge und spezielle Drinks an der Bar müssen extra bezahlt werden.

Ansonsten ist alles inklusive. Sämtliche Speisen, Getränke, sogar der Inhalt der Minibar auf der Kabine ist kostenlos. Der Internetzugang über Satellit ist langsam, aber ebenfalls inklusive. Inkludiert sind die Vorträge an Bord und die Expeditionen (Anlandungen per Zodiac).

Einzelkabinenzuschläge sind in der Regel fällig, können aber auch abhängig von der Auslastung der Kreuzfahrt ganz entfallen.

Medizinische Versorgung ist nicht inkludiert, abgesehen von Kleinigkeiten wie Tabletten gegen Seekrankheit und Kopfschmerzen oder Pflaster für geringfügige Verletzungen.

Trinkgelder, Gepäcktransport, Wäschereidienste und Spa-Behandlungen sind ebenfalls nicht inkludiert.

Eine Kreuzfahrt in die Antarktis ist ein besonderes Ereignis und lebt von der Vor- und Nachplanung. Dazu gehört eventuell ein Anschluss-Urlaub in Buenos Aires oder eine Woche Patagonien vor der eigentlichen Kreuzfahrt. Abhängig von der gebuchten Dauer und Route der Kreuzfahrt ist man mindestens 7 Nächte und durchschnittlich 10 bis 16 Nächte unterwegs.

Je fitter, desto besser. Eine Kreuzfahrt in diese Regionen ist immer eine Herausfoderung für den Organismus. Aber auch Behinderte sind auf den Ponant Schiffen willkommen. Bis auf das erste Schiff, Le Ponant, sind alle anderen Schiffe der Ponant Flotte mit 2, bzw. sogar drei behindertengerechte Kabinen ausgestattet. Die Service Mannschaft der Schiffe kümmert sich vorbildlich um Menschen mit Handicaps. Aber jeder, der eine Kreuzfahrt in die Antarktis machen möchte, muss einen ärztlichen Test durchlaufen, bevor die Buchung abgeschlossen werden kann und Ponant behält sich vor, Passagieren die Einschiffung zu verweigern, wenn sie nicht die Voraussetzungen für die Kreuzfahrt erfüllen.

Wichtig ist eine gute Vorbereitung auf die Kreuzfahrt, das kann schon einige Risikofaktoren im Vorfeld begrenzen. Wer sich nicht mit der richtigen Kleidung ausstattet, hat die Möglichkeit, an Bord einige Einkäufe zu erledigen, wenn er fühlt, dass die Antarktis doch kälter ist als erwartet.

Risikofaktoren sind Tiere, denen man nie zu nahe kommen sollte. An Bord unserer Kreuzfahrt wurden alle Passagiere immer wieder vom Expeditionsleiter Team intensiv darauf eingestimmt, um in bestimmten Situationen richtig zu reagieren, damit die Natur und das Leben der Wildtiere nicht belastet oder gestört werden.

Wer zu den Glücklichen gehört, denen das Schwanken der Schiffe nichts ausmacht, der wird sich während der gesamten Zeit sehr wohl fühlen. Vielleicht liegt es daran, dass die Schiffe mit sehr guten Stabilisatoren ausgestattet sind, die sie selbst durch 3 m hohe Wellentäler sanft gleiten lassen. Mich hat erstaunt wie ruhig die Le Soleal auf der stürmischen Wedell Sea und Drake Passage geblieben ist.

Kleidung ist ein sehr wichtiger Punkt, um sich entsprechend professionell auf die Kreuzfahrt in die Antarktis einzustimmen. Gleich am Anfang bekommt man eine Tippliste, die man abhaken kann, damit man nichts vergisst. Einige Kleidungsstücke sind Mandatory gekennzeichnet, was soviel bedeutet, dass man ohne diese zum Beispiel nicht auf eine Anlandung mit den Zodiacs gelangt. Wer eine Kreuzfahrt gebucht hat, die zusammen von Ponant und National Geographics veranstaltet wird, hat den großen Vorteil, einen gelben Waterproof Parka mit dem Logo von National Geographics am Ende der Kreuzfahrt mit nach Hause nehmen zu dürfen.

2020 werden laut Auskunft von Ponant 40 Kreuzfahrten zusammen mit National Geographics gemeinsam veranstaltet, 2021 sogar 60.

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Eine gute Adresse für alle Flugreisenden, die einen Ausgleich zur Belastung des Fluges schaffen wollen und ihren Beitrag leisten möchten, um die Auswirkungen auf das Klima so niedrig wie möglich zu halten.

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  • Stand 30.11.2019
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