Wir haben uns in einem unserer letzten Artikel schon ausführlich mit dem Thema Silvesterreisen 2020 auseinandergesetzt und mit Freude festgestellt, dass man auch noch ohne Probleme verreisen kann. Eines dieser Reiseziele ist Namibia. Der Staat im Süden Afrikas brilliert mit seiner tierischen Vielfalt, wunderschönen Savannen, spannenden grünen Landschaften und einer interessanten Historie und hat somit einiges zu bieten.

Zuerst das aller Wichtigste: Namibia wird seit Anfang Oktober vom Robert Koch-Institut nicht mehr als Risikogebiet geführt. Das bedeutet, bei der Rückreise muss man sich nicht in Quarantäne begeben! Bei der Einreise muss ein negativer PCR-Test vorliegen, welcher nicht älter als 72 Stunden sein darf.

Genug der Formalien, schauen wir uns das vielfältige Namibia genauer an!

Fakten über Namibia

Zuerst mal allgemeine Informationen. Namibia war gegen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts eine deutsche Kolonie. Spuren der deutschen Kolonialisierung erkennt man heute noch in den größeren Städten Namibias. Deutsch wird auch immer noch von einigen Namibiern gesprochen. Amtssprache ist Oshivambo, die Zweitsprache der meisten Einheimischen ist Afrikaans oder Englisch. Der Staat im Süd-Westen Afrikas ist sehr dünn besiedelt. Das Land besitzt riesige Savannen, Wüsten, lange Küstenlinien zum südlichen Atlantik und im Inneren ist viel Raum für Wildlifereservate und Nationalparks, die Schutz und Lebensraum für die große Vielfalt der Tierwelt des Landes geben.

Flagge von Namibia
Flagge von Namibia

Deutsche Geschichte in Windhoek

Doch schauen wir zu Beginn auf Windhoek, die Hauptstadt Namibias. Wer vorhat, dieses Land zu besuchen, wird vermutlich auf dem Hosea Kutako International Airport in der Nähe der Landeshauptstadt landen. Das Stadtbild Windhoeks prägen die kleinen und einfachen Häuser am Stadtrand und die im wilhelminischen Stil der deutschen Kolonialgeschichte erbauten Gebäude im Stadtzentrum. Mittlerweile ist Windhoek eine moderne und aufstrebende Stadt des afrikanischen Kontinents mit einer rasant anwachsenden Einwohnerzahl.

Neben den unterschiedlichen historischen Baustilen sollte man sich hier auf jeden Fall auch die alte Festung anschauen. Diese überzeugt mit alten Exponaten aus der Kolonialzeit und dem Nationalmuseum, welches historisch noch weiter in die Vergangenheit reist.

Die Kolonialzeit brachte auch das Christentum nach Namibia. So sind fast 90 Prozent der Namibier Christen. Eines der Wahrzeichen der Missionierung steht in Windhoek. Die Christuskirche wurde zwischen 1907 und 1910 errichtet und ist 42 Meter hoch. Erbaut aus dem lokalen Quarzitsandstein, werden auch heute noch in dieser Kirche Messen gehalten. Schatz der Christuskirche ist eine antike Heilige Bibel.

Wildleben im Etoscha-Nationalpark

Im Norden Namibias zeigt sich der Etoscha-Nationalpark. Hier befindet sich der größte Teil des namibischen-Wildlebens. Doch erstreckt sich auch ein Teil der Kalahari im Gebiet des Nationalparks. Somit ist die Vegetation des Etoscha-Nationalparks bis auf wenige kleine Pflanzen und ein mit Bäumen bewachsenes Areal im Osten mit den berühmten Savannen durchzogen. Doch je nach Jahreszeit und Niederschlag kann sich die sogenannte Etoscha-Pfanne bilden, was ein gut 5.000 Quadratkilometer großer See ist, das zur folge hat, dass sich hier herum auch kleine Graslandschaften bilden.

Den Etoscha-Nationalpark kann man das ganze Jahr über besichtigen. Doch fallen die Temperaturen von September bis Dezember selten unter 30 Grad. Was wiederum ganz gut sein kann, da es dann wahrscheinlicher ist die mehr als 130 Säugetierarten beim Trinken an den Wasserstellen zu treffen. In diesem Gebiet leben natürlich Elefanten, Nashörner, Löwen, Büffel und Leoparden, welche wahrscheinlich die populärsten Vertreter der Tierwelt hier sind. Doch gibt es auch viele Giraffen, Zebras und Flamingos.

Auf Safari in der Kalahari
Auf Safari in der Kalahari

Welche Safari soll es denn sein?

Mit diesen Infos kann man jetzt wohl voller Vorfreude eine Safari im Etoscha-Nationalpark oder einem der vielen anderen Parks in Namibia planen. Wer eine spannende Erfahrung machen möchte kann eine Camping-Safari starten, wobei man in einfachen Zelten und sehr naturbelassen nächtigt. Dies sind meist Individualreisen, bei denen man sich ein Fahrzeug mietet und die Landschaft erkundigt.

Dann gibt es noch sogenannte Fly-In-Safaris. Dabei wird man mit einem kleinen Flugzeug von Camp zu Camp gebracht. So erspart man sich viel Zeit und kann sich auch die Landschaft von oben anschauen. Übernachtet wird in den dafür angerichteten Camps. Die luxuriösere Variante ist die Komfort-Safari. Die Reisenden werden individuell mit Flugzeug oder Fahrzeug zu den spannenden Orten gebracht und eben auch zur nächsten Unterkunft. Genächtigt wird hierbei in komfortablen Lodges inklusive Pool zur Abkühlung. Also egal welche Form der Erfahrung man machen möchte, alles ist möglich!

Wurde ihr Interesse für eine Reise nach Namibia geweckt? Dann schauen Sie doch bei unserem Partner dem Euro Lloyd Reisebüro vorbei. Hier gibt es viele unterschiedliche Angebote, die Namibia von einer ganz besonderen Seite zeigen.

Die älteste Wüste der Welt

In Namibia befindet sich auch die älteste Wüste der Welt, die Namib. Nicht nur die älteste Wüste, sondern auch die höchsten Dünen der Welt. Die Namib erstreckt sich über drei Länder. Von Angola über Namibia bis nach Südafrika. Auch ist in diesem Gebiet der Namib-Naukluft-Park lokalisiert, das größte Naturschutzgebiet Afrikas. Wie auch schon erwähnt sind die Hauptattraktionen hier die Dünen und die einzigartige und von Menschenhand kaum berührte Landschaft.

Über 80 Millionen Jahre Alt und rund 95.000 Quadratkilometer groß ist dieses Gebiet. Doch kann man hier nicht nur die Wüste beobachten, sondern gibt es auch spezielle Abschnitte, in denen sich noch einzigartiges Leben zeigt. Zum Beispiel im Meeres- und Inselschutzgebiet Meob-Chamais. In diesem Gebiet kann man mehr als vierzehn seltene Seevogelarten sehen. Und die Flusstäler im Naukluft-Gebirge sind dicht bewachsen. Hier kann man Zebras, Klippspringer, Paviane sowie Kapfüchse, Schabrackenschakale oder Löffelhunde beobachten.

Namibia ist noch viel mehr

Auch sonst gibt es in Namibia noch viele eindrucksvolle Ort zu entdecken. Der Köcherbaumwald ist im Grunde gar kein Wald, sondern das was hier wächst ist eine Aloen-Art, die bis zu fünf Meter hoch wächst. Den Namen hat die Pflanze, da Ureinwohner daraus die Köcher für ihre Pfeile gemacht haben.

Man kann auch die Küstenstadt Lüderitz besuchen. Hier herrschen das ganze Jahr über angenehme Temperaturen und es finden sich hier auch viele Hinterlassenschaften aus der Kolonialzeit. Ausserdem sollte man auf der Lüderitz-Halbinsel wandern gehen. Die Gegend dort besitzt schöne Strände und Buchten und lädt zum erkunden ein.

Eine weitere Großstadt in Namibia ist Swakopmund. Diese wurde damals unter der Besetzung der Deutschen errichtet und war damals mit die wichtigste Hafenstadt. Heute ist Swakopmund das begehrteste Urlaubsziel unter den Einheimischen, aber auch für Reisende aus dem Ausland wird die Küstenstadt immer attraktiver. Gerade um die Zeit von Weihnachten und Neujahr hat es hier optimale Temperaturen für einen Strandurlaub.

Ein kleines Rezept für Zuhause – Fufu

Fufu (auch Foufou geschrieben) ist in ganz Westafrika eines der beliebtesten Gerichte. Es wird aus Yamswurzel und Maniok zubereitet. Dazu wird ein kräftig gewürzter Rindfleischeintopf angerichtet. Das Rezept, um Fufu selber zuzubereiten, findet ihr weiter unten im Text. Alle Zutaten bekommt ihr im Afroshop oder in einem Asialaden. Viel Spaß beim Kochen und Genießen 🙂

Fufu
Fufu

Zutaten für 4 Portionen

Zubereitung

  1. Die Zwiebel schälen. Chilischote längs halbieren, entkernen und waschen. Beides würfeln. Fleisch in Streifen oder Würfel schneiden und mit Salz und Pfeffer würzen.
  2. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel- sowie Chiliwürfel zusammen mit dem Rindfleisch darin goldbraun braten.
  3. Die passierten Tomaten in die Pfanne geben und kurz aufkochen lassen. Bei kleiner Hitze köcheln lassen.
  4. 500 ml Wasser in einem Topf aufkochen und das Fufupulver sowie das Kartoffelmehl unter ständigen Rühren (mit sehr viel Kraft) hinzufügen. Milch löffelweise nach Belieben unter das afrikanische Fufu rühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Der Brei sollte so trocken sein, dass er fast keine Flüssigkeit mehr hat und theoretisch mit den Fingern gegessen werden kann. (In Westafrika wird dieses Gericht gerne mit den Fingern gegessen. Probiert es gerne aus.)
  5. Das fertige Fufu in Schüsseln füllen und die Tomaten-Fleischsauce darüber gießen. Guten Appetit!

Neugierig geworden? Wenn Du jetzt auch Lust bekommen hast Namibia zu entdecken, dann lasst es uns im Kommentarbereich wissen!

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