Gordon Below für Kategorie 2) Cluburlaub, Hotel, Rund- und Studienreisen

Gordon Below hat sich einen Traum erfüllt. 600 km Off-Road durch die Wüste Namibias. Zusammen mit seinen Freunden ist er auf seiner Enduro, einer Geländemaschine durch abgelegene Gebiete gefahren, die nur wenige Touristen vor ihm gesehen haben. Zum Teil waren die Pisten nicht einmal grob mit Schotter befestigt.

Es ist eine Tour, die sich kaum jemand zutrauen würde, aber Gordon Below – im bürgerlichen Leben ein Fotograf, der sich auf Hochzeiten und Events spezialisiert hat – wollte es wissen. Die Fotos sind nicht mit Spiegelreflex- oder Systemkameras und Wechselobjektiven aufgenommen worden, das ist auf einer abenteuerlichen Reise wie dieser schlecht möglich. Ein Mobilephone war alles, was er auf dem Motorrad transportieren konnte. Was dabei herauskam, sehen wir hier mit seinen Fotos für das Urlaubsbilder Fotowettbewerb Gewinnspiel.

Gordon Below ist auch Trainer und gibt Kurse im süddeutschen Raum, um Kursteilnehmern zu lernen, wie man aus Mobilphones oder iPhones gute Bilder herausholt. Zu Gordon Belows Website ->

Aktuelle Wetterprognose Windhoek, Namibia

Namibia

Namibia Karte. Google Maps

Die Geschichte zu den Fotos von Gordon Below

Der erste Tag.

Es ist soweit, ich starte in ein Abenteuer, das sich vor kurzem noch Job nannte. Jetzt aber die absolute Ausnahme darstellt. Ich fliege nach Afrika.
Als Fotograf und Fototrainer im Auftrag von Karavanereisen gehörte es bis 2019 zu eines meiner Highlights auf Reisen zu gehen. Jetzt aber fällt es schwer, darüber zu reden. Denn wenn ich den Umstand erwähne, begegnen mir die Menschen entweder mit Ablehnung oder mit Angst. Selten aber mit Bewunderung. Apropos „begegnen“ , am ersten Tag dieser Reise fehlen diese Begegnungen fast völlig. Der Flughafen, normalerweise ein Ort der „Begegnung“ ist menschenleer, wirkt gespenstisch und führt einem das ganze Ausmaß der Situation beängstigend vor Augen. Uns wenn schon nicht das Tragen der Maske dafür sorgt, dass einem die Luft zum Atmen fehlt, dann stockt der Atem spätestens beim Anblick dieser leeren Hallen.
Ich blende diesen Umstand aus. Es hat auch sein Gutes! Alles läuft reibungslos. So schnell war ich noch nie im Flieger. Es kann also losgehen. Das Abenteuer „Freiheit“ in Zeitalter der Pandemien.

Im Flugzeug gewinnen die positiven Eindrücke weiter an Kraft. Alles wirkt sehr gut organisiert. Das Hygienekonzept gibt ein gutes Gefühl und die großzügige Platzverteilung bietet mir zwischendurch die Möglichkeit, die Beine auszustrecken. Die anhaltende Maskenpflicht ist da fast vergessen. Auch scheint es viel ruhiger zu sein. Kein Wunder, Gespräche mit dem Nachbarn macht das Atmen unnötig schwer. Und auch die rastlosen „Wanderer“ in den Gängen fehlen. Ein angenehmer Flug durch die Nacht.

Der erste Tag in Afrika hält zuerst einmal viel Organisatorisches bereit. Da ist zunächst die Landung in Windhuk. Hier werden alle Papiere genau überprüft, digital Fieber gemessen und an jeder erdenklichen Stelle Desinfektionsmittel bereitgestellt. Sicherer kann man in diesen Zeiten nicht reisen. Und wichtig zu erwähnen: Das Personal ist sehr freundlich und hilfsbereit.
Nachdem die Formalitäten erledigt sind, holen wir als erstes die Geländemaschinen und machen uns nach einer kleinen Stärkung im Bistro auf den Weg zu ersten Lodge. Ai Aiba Lodge liegt idyllisch an einem Bergmassiv. Reetgedeckte kleine Bungalows schmiegen sich in die Landschaft und jede einzelne bietet einen grandiosen Blick auf das Grasland und auf einen phantastischen Sonnenuntergang.
Die Mopeds sind abgeladen und für die erste Tour vorbereitet. Das Abendessen gibt die nötige Kraft für den kommenden Tag. Der erste Ausflug offroad zur Spitzkoppe steht an.

Tag drei

Ein Start um 7.00 Uhr ist im Urlaub die absolute Herausforderung.
Wenn aber das Thermometer schnell Richtung 30 klettert, ist man froh, die kühleren Morgenstunden nutzen zu können. Besonders wenn das Ziel mitten In der Wüste Namib liegt und Spitzkoppe heißt. Die Enduros sind startklar, und es wird nach einigen Metern Schotterstraße schnell klar, was offroad bedeutet! Nicht auf diesen „Autobahnen“ der Wüste sondern durch den Busch fahren! Im Klartext: auf direktem Weg zum Ziel. Ein paar Dornenbüsche, Steine und Löchern von Warzenschweinen solle man dann doch ausweichen. Besonders, da letzteres unweigerlich zum „absteigen“ animiert. Auch die Dornen sind keine guten Wegbegleiter. Zwei Reifenpannen auf unserem 80 km Abenteuer sind der Beweis. Fazit: das Grinsen schaute die ganze Zeit links und rechts aus dem Helm heraus. Die Gedanken waren im hier und jetzt. Der Funfactor war bei 100% und alle kamen heil und glücklich über das Erlebnis in der Lodge Au Aiba an.
Morgen geht es nach dem Frühstück weiter zum Brandberg Rest Camp.

Uoi ist die Stadt der Minen. Hier werden verschiedene Eisenerze und auch Marmor angebaut. Auf den ersten Blick nicht unbedingt das Urlaubsziel. Für Endurofreunde allerdings ein Eldorado. Wir nutzen die ersten Stunden in der Stadt, um mit BASIL alles genauer kennenzulernen. Er zeigt uns die Mienen und das Mamorfeld. Fährt mit uns auf den höchsten Abraum, 100 m hoch und erzählt beim Abendessen von seinen Erlebnissen. Er schwärmt auch von Wanderungen auf den Brandberg. Namibias höchste Erhebung mit über 2000 Meter.
Wir starten am nächsten Tag unserer Reise mit unserer Tagestour um das Bergmassiv. Diese 166 km pure Natur sind ein Erlebnis, das wir nie vergessen werden.

Montag 3.5. der zweite Tag in der Wüste, nahe Twyfelfontein. Ein Ausflug, der lange in Erinnerung bleiben wird. Wann hat man schon mal die Gelegenheit wirklich wilde Elefanten zu erleben. Und mitten in der Wüste auf einen einsamen Löwen zu treffen. Glücksmomente dieser Reise reihen sich aneinander. Die Tour führt durch den Trockenfluss Huab. Und schon nach wenigen Kilometern liegt es vor uns . Ja er liegt vor uns und schläft.
Das zweite Highlight erleben wir etwas abseits in den Geröll Pisten . Ein Löwe schützt sich im Schatten einer Wüstenpflanze.
Was für ein Tag!

Dienstag 4.5.
heute werden wir zum Sonnenuntergang am Meer sitzen. Unvorstellbar, wenn man die letzten Tage zurückdenkt. Sand und Wüste, Berge und Trockenflüsse. Am Abend dann der Sundowner direkt am Meer. Dafür heißt es aber früh aufzustehen, denn die Rückfahrt führt über Uis geradewegs nach Swakopmund. Auf dem Weg dorthin fahren wir noch schnell zum Schiffswrack, dann geht es in die Stadt. Am Abend sind wir mit Locals zum deutschen Abendessen verabredet.
Im 10.00 Uhr ist hier Sperrstunde. Und es wird kontrolliert! Auch die Hygiene wird überall in der Stadt groß geschrieben. Ein gutes Gefühl und auch Gelegenheit nach all der einsamen Zeit in der Wüste, die Rückkehr in den Covid Alltag vorzubereiten. Die Maske wird wieder Begleiter. Aber die Gastronomie hat offen und überzeugt mit ihrem Konzept. Der Abend könnte nicht schöner ausklingen. Die Sperrstunde ermöglicht den frühen Schlaf. Dringend nötig, da es am nächsten Tag schon um 8.30 Uhr auf Erkundung geht. Strand, Dünen und der Himmel über Swakopmund stehen auf dem Programm.
Wir packen ein letztes Mal die Motorräder aus und werden am Nachmittag die Wüste von oben erleben.

Wenn der letzte Tag vor Highlights platzt, dann ist es Zeit zu gehen. Denn wenn es am Schönsten ist, sollte man aufhören. Die Ausfahrt rund um Swakopmund zählt zu meinen Highlights . Abwechslung pur. Bis zum krönenden Finale: die Fahrt in den Dünen. Einfach nur wow. Aber was sag ich, ein mal „Sahne“ gibt es ja noch. Die Tour Revue passieren lassen und zwar in einer Cessna.
Zweieinhalb Stunden in der Luft, durch die Täler, über die Reviere hinweg zu den Hochplateaus. Eine Runde über Sossosvlei und zurück zu den Dünen. Das Gefühl, den Boden berühren zu können und am Ende in den Sonnenuntergang über dem Meer fliegen – mehr Grinsen kann man nicht produzieren!
Ein Wow für diesen Abschluss. Am Abend heißt es Abschied zu nehmen. Die Motorräder werden ein letztes Mal geladen. Und wir sind unterwegs zu einem Abendessen der besonderen Art. Daheim bei unserem Guide. Ich darf wohl eher Freund sagen. Denn dieser Abend geht weit über Gastfreundschaft hinaus. Wir sind Teil der Familie. Mein ganz persönliches Highlight! „Danke Rodney für deine Freundschaft“.

Der Himmel weint, als wir am nächsten Morgen. Für uns Deutsche eher gewöhnlich, in der Wüste ein Grund zum feiern. Und das Wasser bleibt die Fahrt über erhalten. Von Swakopmund bis Windhuk regnet es ununterbrochen. Der lang ersehnte Landregen. Die Erde saugt das Wasser auf und wird in den kommenden Tagen neu erblühen. Und bleibt das Packen der Koffer. Bei 14 grad Außentemperatur fällt es nicht schwer die lange Hose und die Jacke auf den Koffer zu packen. In Deutschland werden wir sie brauchen. Noch schnell ein letztes Abendessen und die negativen Testergebnisse abwarten, dann geht es ausnahmsweise früh ins Bett . Der Flieger startet am nächsten Morgen. Ein unvergessliches Erlebnis wird uns begleiten. Namibia, wir kommen sicher wieder.

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Artikel aktualisiert am 26. November 2021

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