Mahatma Gandhi

Mohandas Karamchand Gandhi

Mahatma Gandhis ikonisches Foto auf dem Friedensmarsch

Indien im Wandel

Indien ist ein aufstrebendes Urlaubsdomizil für viele Europäer. Die wohl bekannteste Person indischen Ursprungs – Mahatma Gandhi – wurde im Jahre 2019 150 Jahre alt. Zum Gedenken an diese große Persönlichkeit werfen wir einen Blick auf die kulturelle Vielfalt des Landes und seines Verfechters von Frieden, Einklang und Pazifismus.

Wir stellen ihnen die wichtigsten Stätten des Landes vor und werden Zeuge der letzten Schritte Gandhis. Begleiten Sie uns in ein Land voller Schönheit und kultureller Vielfalt.

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Die koloniale Geschichte Indiens

Indien, wie wir es heute kennen, wurde in der Geschichte von vielen fremden Kulturen beeinflusst. Es gab denkwürdige Schlachten um das derzeitige indische Gebiet. So war Indien in der Vergangenheit unter der Kontrolle vieler Großmächte und unter anderem auch Opfer der damaligen Kolonialmacht Großbritannien.

Bis es eben Mahatma Gandhi schaffte, die unterdrückten Völker Indiens von der Vorherrschaft der Briten zu befreien. Doch selbst danach war es nicht ruhig in Indien: Gleich im Anschluss des 2.Weltkriegs brach ein Konflikt zwischen der hinduistischen und islamischen Bevölkerung Indiens aus, was zum Tode Mahatma Gandhis und der Gründung Pakistans führte. Wie man merkt: Indien, wie es heute existiert, gibt es noch garnicht so lange, aber was seit jenen Tagen passierte hat die Geschicke des Subkontinents maßgeblich beeinflusst.

Mahatma Gandhi 

Reiseführer Indien

Kulturdenkmäler Indiens

Moschee vom Taj Mahal

Das Taj Mahal, Indiens bekanntestes Kulturdenkmal

Taj Mahal

Das wohl bekannteste Kulturelle Bauwerk ist das Taj Mahal. Platziert im Norden Indiens gab im Jahre 1631 der Großmogul Shah Jahan, den Bau dieser Grabstätte in Auftrag, um seine geliebte Frau zu würdigen. Es gibt viele unterschiedliche Legenden darüber, wie viele Menschen am Bau beteiligt und wie viele Jahre letztendlich ins Land gingen für den Bau dieses Meisterwerks. Doch lies sich der Mogul den Bau einiges Kosten, da er nur die feinsten und besten Materialien nutzen wollte und zudem die Wände mit Diamanten und ähnlich edlen Materialien verzierte. So führte der Bau dieses Gebäudes am Ende zum Ableben des Moguls, da die arme Bevölkerung über den massiven aufwand und verschleiß von Materialien so erzürnt war, dass Shah Jahan einem Putsch zum Opfer viel und seit dem Jahre 1657 neben seiner Geliebten Mumtaz Mahal im Mausoleum ruht.

Interessant hierbei: Im Westen des Grabmals befindet sich eine Moschee mit Blick nach Mekka. Zudem gibt es eine 18 Hektar große Gartenanlage im und ums Gelände das Taj Mahal. Die riesige Anlage sorgt dafür, dass sich die Menschenmassen ganz gut über das Gebiet verteilen, doch kann es vorkommen, dass man in einer Traube voller Menschen landet. Wie bei den meisten Sehenswürdigkeiten Weltweit. In Indien sagt man auch, dass frisch verheiratete Paare das Taj Mahal besuchen sollten, da dies eine lange und starke Verbundenheit fördert. Auch ohne diesen Hintergrund ist das Taj Mahal für jeden Reisenden ein absolutes Highlight.

Gateway to India, Mumbai

Gateway to India, Mumbai

Tipp:

Das Taj Mahal erreichen Sie am Besten von der Hauptstadt des Landes Delhi. Von Delhi aus sind es ca. 200 km zur Millionen-Metropole Agra, die den Palast beheimatet. Für diese Strecke nutzen Sie am Besten den Zug, da in Agra der öffentliche Personen Nahverkehr katastrophal ist, empfiehlt es sich das Tuk Tuk zu nutzen. Das kleine Vehikel kann bis zu drei Personen zum gewünschten Ziel bringen. Wenn Sie schon in der Stadt Agra sind sollten Sie auf jeden Fall das rote Schloss besuchen, das ebenfalls eine Reise wert ist.
Tuk Tuk

Dreirad – das meistbenutzte Fortbewegungsmittel in Indien

Tempelbezirk Khajuraho

Khajuraho Tempelbezirk

In Madhya Pradesch, einem Bundesstaat in Zentral Indien, befindet sich die in Stein gemeiselte Verbildlichung des Kama Sutra. Schon von aussen erkennt man unterschiedlichste Posen des sexuellen Aktes. Wenn man sich in den Tempel der Liebe begibt, geht es gerade so weiter. Fernab dieses Kandariya-Mahadeva-Tempel, bietet der Tempelbezirk sehr viele weitere anschauliche Tempel. Thematisch sind viele an den Gottheiten Vishnu und Shiva angelehnt. Sie zählen heute zu den größten Tempeln Indiens und wurden zwischen den Jahren 950 und 1120 während der Chandella -Dynastie erbaut. Aktuell bestehen noch 22 der damals 85 erbauten Tempel und laden zu einem schönen Tagesausflug ein. Die Sehenswürdigkeiten sind heute in einem natürlichen Park gelegen, wobei man an den Menschengruppen sieht, dass es sich hier definitiv um ein „Must-See“ in Indien handelt. An das abgelegene Städtchen Khajuraho gelangen Sie am Besten mit der Bahn, da die Stadt seit 2008 einen Anschluss an das Netz der Indian Railways hat. Zudem besitzt die Stadt sogar einen eigenen Flughafen. Dieser ist 3 kilometer Südlich der Stadt und hat eine gute Flugverbindung zu der Hauptstadt Delhi.

Sri Meenakshi Tempel

Sri Menkaschi Tempel

Dieser mehr als 2000 Jahre alte Komplex befindet sich in der Stadt Madurai. Der Tempel wurde während der Zeit seines Bestehens schon einige male umgebaut, um ihn zu erhalten. Doch das innere wurde so gut es geht erhalten und erzählt noch heute Geschichten, die Tausende von Jahre alt sind. In diesem Tempel können Sie mehrere Stunden verbringen, da er von Statuen, Malereien bis hin zu ganzen Schreinen einiges bietet. Auch wenn Madurai, ins Verhältnis gesetzt, eine Normal-große Stadt Indiens ist, fühlt man in diesem Ort die Indische Kultur, wie sie heute existiert am besten. Tausende von obdachlosen schlagen nachts gemeinsam ihr Lager auf, es ist unfassbar laut in dieser Stadt, zu dem stinkt es teilweise unvergleichlich, doch ist es bunt und bekommt dann aber auch die unpolierte indische Kultur zu Gesicht. Die Straßen sind überfüllt, einheimische Streiten miteinander, sind dann aber wieder super nett wenn man sich zu ihnen ins Restaurant setzt und bekommt sogar noch alles erklärt, was man schlussendlich verspeist. Man kann es nicht wirklich beschreiben, aber diese Stadt hat etwas ganz eigenes, was man mal erlebt haben muss.

Pink-City Jaipur

Westlich von Agra gelegen, befindet sich Jaipur. Jaipur ist bekannt für seine Altstadt, welche in rosaroten Farben gehalten ist. Was Sie hier erfahren ist eine wahre Reise durch die Zeit. Denn diese Stadt ist umgeben von riesigen roten Mauern, in ihnen befindet sich ein unvorstellbar großer Basar. Man fühlt sich hier wahrscheinlich dem alten Indien so nahe, wie nirgendwo anders in diesem Land. Es wuseln hier mehrere Tausend Menschen durch die Gassen und Stände der alten Stadt. Man spürt wie diese Stadt lebt. Denn man findet nirgendwo einen ruhigen Fleck und überall wird geredet, gefeilscht und gelacht. Hierbei ist auch interessant, dass sämtliche Viertel einem gewissen Thema zugeordnet sind: So kann man in einem Viertel speziell Schreibwaren erstehen, während es in einem anderen nur Haushaltswaren zu kaufen gibt. Wenn Sie in Jaipur sind sollten Sie auch das Hawa Mahal (Palast der Winde) besuchen. Eine verzierte Fassade und viele kleine Fenster schmücken das Aussenbild des Palastes. Daher auch der Name des Palastes. Die vielen kleinen Fenster sorgen immer für einen Durchzug im Gebäude. Diese Fenster wurden wegen den Haremsdamen gebaut, da diese sich nicht unter das normale Volk mischen durften, aber trotzdem das Treiben der Straße verfolgen wollten.

Die Wirkungsstätten Gandhis

Aschram

Für alle interessierten der Historie dieses großen Mannes fassen wir an dieser stelle auch die Stationen in Indien zusammen. Hier reisen Sie nach Gujarat, einen Bundesstatt im Nordwesten Indiens. Sie beginnen in Porbandar, einer Küstenstadt im Westen des Bundesstaates. Hier kam Mahatma Gandhi zur Welt, so können Sie sein Geburtshaus, welches zum Museum umgebaut wurde bestaunen. Weiterhin bietet Ihnen diese Stadt anschauliche Tempel, sowie schöne kulturelle Einblicke in das Leben Indiens. Mit dem Zug können Sie weiter Landeinwärts nach Rajkot fahren. Hier verbrachte Gandhi seine Kindheit und Jugend. So gibt es in dieser Stadt ein weiteres Museum zu seinen Gedenken. Das Museum beinhaltet viele Schriften und Exponate seines Wirkens. Weiterhin kann man in diesem Ort das Shri Ramakrishna Ashrama besuchen. Ein in roten Farben gehaltenen Tempel mit angrenzendem Park, bei dem man auch schön entspannen und die Umgebung genießen kann. Zudem wäre hier auch noch das Watson Museum, welches die Kolonialzeit des Britischen Empires illustriert. Nun geht es weiter nach Ahmedabad. In dieser Stadt lies sich Gandhi nach seinem Auslandsaufenthalt nieder und gründete hier den Harijans-Aschram – seine Niederlassung. Hier begann auch Gandhi 1930 seinen Salzmarsch, welcher dazu führte das Indien nicht mehr unter den viel zu hohen Steuern leiden musste. Die Stadt Ansicht bietet eine wunderschöne Altstadt, eine schöne Ländliche Gegend und kann als Zentrum für weitere Reisen, wie zum Beispiel zu einer Wanderung eines Berges hinauf, auf dem sich weitere alte Kulturstätten befinden.

Hier befindet sich das Birla-Haus. Hier war Gandhi die letzen 144 Tage seines Lebens. Man kann an dieser Gedenkstätte die letzen Schritte Gandhis nachvollziehen.

Diese Einrichtung ist voll auf die Geschichte und das Erbe Gandhis ausgelegt. Man findet weitere Artefakte und Wissenswertes über Gandhi. Dass man diese Besichtigung mit einem längeren Aufenthalt in der Megametropole und Hauptstadt verbinden kann, muss man nicht extra betonen 🙂

Jama Masjid Delhi
Buntes Indien

Indien zeigt sich aktuell in vielen Facetten. Es ist bunt, laut, beeindruckend, aber auch arm und dreckig. Wenn man durch die Straßen dieses Landes läuft spürt man hautnah, wie die Menschen ticken und was sie bewegt. Man kann eine Reise in dieses Land nur empfehlen!

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Redaktionsteam betravel

  • aktualisiert 26.05.2021
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