Borkum – die Insel, auf der Hasen vergnüglich und frei in den Dünen hoppeln, wo der salzige Nordwind und das Reizklima Körper und Geist frisch durchlüften und die gewaltigen Kräfte der Gezeiten uns erinnern, wie klein und schwach der Mensch sein kann. Mein Reisebericht verrät Ihnen ein paar Details zur Insel.

Dünen auf der Nordsee

Urlaub auf Borkum: Eine Insel für mich?

Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich das Angebot für einen Urlaub auf Borkum bekam. Ich überlegte kurz und mir fiel zum Thema Nordsee und Insel spontan Folgendes ein: Wattwanderung, Leuchttürme, aufgewühlte See, Salzluft! Im Prospekt war es ausführlicher und detaillierter beschrieben, von langen Strandspaziergängen und sportlichen herausfordernden Nordic-Walking-Gängen war die Rede. Hm ja, Strand und Sport kann ich auch näher haben – von Berlin ist es nicht weit bis zur Ostsee – dachte ich mir.

Aber dann war da noch etwas: Borkums ideales Klima für Kur und Erholung. Die Insel ist weiter draußen vor der Küste im Meer gelegen, so dass Pollen und Staub wenig Chancen haben so weit zu fliegen. Für Allergiker ein Grund zur Freude. Zudem ist die raue Salzluft nicht nur gut für die Atemwege, sondern auch für die Haut. So werden hier vor allem auch Patienten mit Akne und anderen Hautkrankheiten behandelt.

Borkum ist also gleichzeitig ruhig und abgeschieden, wer jedoch Zerstreuung und Abwechslung sucht, kann das aber auch finden. Im Sommer boomt hier der Tourismus mit bis zu 40.000 Besuchern und das bei nur 5.000 Einwohnern und einer Gesamtfläche von 30,74 km². Wem das nicht so gefällt, der sollte lieber außerhalb der Saison buchen. Borkum ist übrigens die größte der sieben bewohnten Ostfriesischen Inseln. Den Ostfriesen wird nachgesagt, sie seien rauh aber herzlich! Nun gut, ich ließ mich überzeugen und trat meine Reise an.

Seemöwe auf Borkum
Wattwanderung auf Borkum

Endlich auf Borkum angekommen

Was mir gleich bei meinem ersten Strandspaziergang auffiel: Die Insel ist für jede Altersklasse ideal! An den Stränden sind nicht nur Strandkörbe und Strandbuden, sondern auch reichlich Spielplätze vorhanden. Familien mit Kindern wie auch rüstige Rentner mischen sich hier friedlich untereinander. Doch am meisten begeisterte mich gleich der feine Sand, der meine nackten Füße wohlig massierte und die vielen bunten Muscheln, die ich fleißig sammelte für kreative Stunden. Klar, auch Ebbe und Flut haben ihren Reiz. Ich fühlte mich gleich in einer anderen, neuen Welt, die ich betrat.

Der Geruch der markanten Nordseeluft ist bestimmt nicht jedermanns Sache, mir gefiel er aber auf Anhieb. Und dann noch der Gesundheitsfaktor – was wollte ich mehr? Ich machte also das ganze Programm: Nordic Walking, Strandspaziergänge, Wattwanderung und abends an der Strandbar lauschte ich mit Freunden den Klängen der Live-Bands. Hinzu kamen einige sonnenreiche Tage und eine angenehme Bräune. Das hat die zweistündige Überfahrt auf der Fähre längst wieder wettgemacht.

Spaziergang Borkum
Sonnenuntergang Borkum

Was hat die Insel sonst noch zu bieten?

Wie wäre es mit einer zweistündigen Kutschfahrt am Strand und durch die Stadt mit Pausenstopp auf dem Flugplatz? Oder einem ausgiebigen Badespaß im Gezeitenland, wo man nicht nur in Salzwasser schwimmen, sondern auch Massagen und Sauna buchen kann? Versteckspielen mit den Kindern in den Dünen – natürlich nur da, wo es erlaubt ist! Hasen jagen rund um den Leuchtturm und einen Shopping-Bummel im Stadtkern. Die Zeit verging so schnell und ich habe mich gut erholt. Zudem habe ich das Gefühl, dass sich auch meine Gesundheit verbessert hat, was hoffentlich auch noch lang anhält. Ich kann Ihnen Borkum also guten Gewissens als Urlaubs- und Erholungsziel empfehlen. Es muss nicht immer die Ferne sein, wenn das Gute so nah ist.

Eisenbahn Borkum
Fischerboot
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