Warum immer weit weg, wenn es in Europa ebenso faszinierende und grandiose Ecken gibt? Eine Reise zum Golf von Neapel mit allem Drum und Dran – schnell, günstig und absolut lohnend. Neapel, Capri, Vesuv und Pompeji, Pizza, Eis und römische Mythologie – alles in einem Paket. Was will man mehr?

Ein entspannter, zweistündiger Flug und schon sind wir in Neapel. Hier startet unsere achttägige Reise in Italien bzw. unser Italienurlaub. Allein Neapel wäre schon eine Woche wert. Die quirlige Stadt mit ihrem bunten Treiben ist einfach einmalig. Ich persönlich freue mich schon auf mein Foto vom Golf von Neapel, von der Festung Sant‘ Elmo aus gesehen. Doch zunächst heißt es das Hotelzimmer beziehen, sich kennenlernen und den Reiseleiter interviewen. Beim gemeinsamen Abendessen lernen wir uns schließlich alle näher kennen und vielleicht entstehen schon erste Freundschaften.

Vesuv und Pompeji

Am zweiten Tag starten wir zu dem Highlight schlechthin: Dem Vesuv. Der mächtige Vulkan ist noch immer aktiv. Jedoch ist er seit dem letzten Ausbruch 1944 in einer Ruhephase. Damals wütete gerade der 2. Weltkrieg und die Städtchen Massa di Somma und San Sebastiano wurden nahezu vollständig unter Lavamassen begraben. Interessant ist auch die Geschichte von Pompeji, das im Jahr 79 n. Chr. untergegangen ist. Über 1500 Jahre lag Pompeji unter einer dichten Decke aus vulkanischer Asche und Bimsstein verschüttet. Die Ausgrabungen zeigen uns das damalige Alltagsleben und klären Fragen auf, wie beispielsweise die Wasserversorgung funktionierte, und erlauben einen intimen Blick in die damaligen Sitten und Gebräuche.

Neapel mit Vesuv
Neapel

Die Insel Capri

Tag 3 bedeutet Inselleben und relaxen. Wir fahren zur Trauminsel Capri. Dort dürfen wir dann weitgehend allein unterwegs sein, nachdem wir uns auf der Villa Lysis einen Überblick verschafft haben. Ich persönlich freue mich hier schon am meisten auf den berühmten capresischen Schokoladenkuchen, die ‚Torta Caprese‘. Die Mandeln und die Zartbitterschokolade verleihen dieser Leckerei den typisch dunklen Touch. Hm, lecker!

Wieder zurück besuchen wir am nächsten Tag die Unterwelt. Jedenfalls nennt man so die Mondlandschaft im ebenerdigen Vulkankrater der Solfatara. Schwefelduft und blubbernder Schlamm runden das Grusel-Feeling perfekt ab. Wer es überlebt hat, darf dann weiterfahren nach Santa Maria, denn dort verbringen wir die nächsten vier Nächte in einem traumhaft schönen Hotel direkt am Sandstrand im UNESCO-Nationalpark Cilento.

Blaue Grotten, rote Grotten

Santa Maria di Castellabate heißt unsere nächste Stadt. Ein wunderschöner Sandstrand und sauberes Meerwasser verleiten zum Spazieren. Mittlerweile bricht dann schon Tag 5 unserer Italienreise an und lässt viel Geheimnisvolles versprechen. Blaue und rote Grotten wollen von uns erkundet werden. An der Küste von Palinuro schippern wir entlang und bewundern diese erstaunlichen Naturschönheiten. Was man noch so alles nur auf dem Wasserweg entdeckt, sagt uns sicher unser Bootsmann. Apropos Einheimische. Die lernen wir auch nachmittags im Bergdorf Castellabate kennen, wo es selbstgemachtes Eis für uns gibt. Da freut sich schon jetzt mein Genießer-Gaumen!

Büffelmozzarella und selbstgemachte Nudeln

Am sechsten Tag unserer Reise gibt es erst ein bisschen Kultur: Die Ruinen von Paestum. Ein Blick auf das Heraion und den ‚Poseidontempel‘ in Paestum wird genügen, um meine Fotografierwut zu entfachen. Diese Stätte gehört ja immerhin nicht umsonst zum UNESCO-Weltkulturerbe. So bedeutende Baudenkmäler, die alle vor Christus erbaut wurden, sollte ich auf jeden Fall festhalten. Anschließend geht es zu den Wasserbüffeln, von deren Milch auch der berühmte italienische Käse – der Mozzarella hergestellt wird. Tolle Tiere und so mächtig! Nachmittags ist dann wieder Strandzeit.

Paestum

Der siebte und letzte Ausflugstag führt uns an der wunderschönen Cilentoküste entlang in die uralte Stadt Velia. Dort gibt es einen typisch italienischen Bauernhof, den wir hautnah erleben dürfen. Wir machen selbstgemachte Nudeln und genießen ein herzliches, gemeinsames Mittagessen. Abends verbringen wir alle noch einen tollen letzten Abend in unserem Traumhotel. Ein Abschiedstag, wie ich ihn mag! Voller Menschlichkeit und nicht zuviel Hektik!

Am achten Tag geht es heimwärts und es heißt Abschied nehmen und ‚Arrivederci‘ sagen. Wir fahren gemeinsam nach Neapel, von dort aus startet unser Flug nach Deutschland. Ich freue mich auf hoffentlich viele neue Freundschaften und Bekanntschaften. Auf jeden Fall wird dieser Kurzurlaub eine willkommene Abwechslung sein. La dolce vita!

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