Hier schreibe ich von meinem Traum, eines Tages nach Japan reisen zu können. Nachdem ich im ersten Teil die Bedingungen für die Reise festgelegt habe und anschließend einen Plan für meinen Trip durch Tokio erstellt habe, folgt jetzt eine Reise zum Mount Fuji und Kyoto.

Nachdem ich die wichtigsten Spots von Tokio gesehen habe, würde ich jetzt liebend gerne die schöne Natur Japans entdecken. Das geht meines Erachtens nach am Besten am Mount Fuji.

Fuji Region

Von Tokio aus gibt es ein paar Möglichkeiten zum Mount Fuji zu gelangen. Wer schnell unterwegs sein will, nimmt den Shinkansen. Der Shinkansen ist der Schnellzug in Japan. Für eine Fahrt von der Hauptstadt zum Mount Fuji benötigt man mit ihm ca. 1 Stunde und zahlt dafür (je nach Kategorie) 30 bis 70€. Wer etwas sparen will und dafür etwas länger braucht, kann einen Shuttlebus nehmen. Die Fahrt dauert ca. 2.5 Stunden und kostet gut 10 bis 15€, wird dafür aber schön auf die 5. Station des Mount Fuji gefahren. Wer komfortabel Reisen will, kann auch 360€ für eine Taxi Fahrt berappen.

Wissenswertes über die Wanderung

Wer den Mount Fuji hinaufsteigen will sollte wissen, dass die Besteigung in zehn Etappen unterteilt ist. Die meisten Wanderer fahren aber zur 5. Station hinauf und fangen von dort aus mit ihrer Wanderung an. Die meisten Wanderer nehmen am Ersten Tag die Etappen 5, 6 und 7, übernachten dann in einer Herberge und nehmen am folgenden Tag den Rest des Mount Fuji in Angriff. Die Hauptsaison zur Besteigung des Mount Fuji ist von Anfang Juli bis Mitte September. Außerhalb dieser Monate wird davon abgeraten, den Mount Fuji hinauf zu wandern, da hier sonst extreme Wetterverhältnisse auftreten könnten. Die meisten Besucher am Mount Fuji sind während der „Obon“- Feiertage. Dies ist ein Buddhistisches Fest und viele Japaner reisen deswegen in die Fuji Region und feiern gemeinsam.

Die schöne 5-Seen-Region

Die Fujigko (5-Seen-Region) befindet sich im Norden am Fuße des Fuji. Namentlich wären es dann der Kawaguchiko, Saiko, Shojiko, Motosuko und der Yamanakako. Der Kawaguchiko ist der populärste und am meisten besuchte See der Region. Am Kawaguchiko findet man auch viele Shops und Souvenierläden, wobei die anderen Seen nicht so überlaufen sind und man hier eher den ländlichen Flair erlebt. Das gute an allen Seen ist: Man hat von ihnen aus ein sehr guten Blick auf den großen Fujisan. Zudem kann man in der etwas höheren Region wunderbar in einem Ryokan (Traditionelles Japanisches Gasthaus) übernachten und in einem der vielen Onsen (japanische Bezeichnung für eine heiße Quelle) entspannen.

Wer naturverbunden ist und ein paar Tage entspannen will, ist hier genau richtig!

Japan ist eines der saubersten Länder der Welt. Interessant hierbei: Auf Japans Straßen finden sich keine Mülleimer. Wenn Du unterwegs bist und dir zum Beispiel etwas zu Essen kaufst musst Du den dabei entstandenen Müll entweder mit nach Hause nehmen oder in dem Laden wieder abgeben, bei dem du eingekauft hast. Zudem wird bei der Mülltrennung in acht unterschiedliche Kategorien unterteilt.

Blick auf den Mount Fuji

Kaiserlich in Kyoto

Traditionelles Kyoto

Kaiserpalast in Kyoto

Ich bin mir dessen bewusst, dass ich hier mit klassischem „Touri“ Programm anfange. Aber wenn ich schon mal dabei bin, will ich natürlich den alten Sitz der ehrwürdigen Kaiser Japans besichtigen. Jeweils an fünf Tagen im Frühling und Herbst ist der Palast der Öffentlichkeit frei zur Verfügung. Man kann sich das Gut aber auch wochentags anschauen. Hierzu muss man sich vorab für eine der Führungen um 14 oder 17 Uhr anmelden. Zu sehen gibts‘ die Residenz, in der die Kaiser lebten, den Thronsaal, eine Universität und die schöne Grünanlage, in der die Gebäude gelegen sind.

Kultur-Flash im Pontocho Viertel

Aufgrund seines kulturellen Erbes wurde Kyoto von der Bombardierung im 2. Weltkrieg verschont. Dafür kann man nur dankbar sein. Denn im Kontrast zum entwickelten Tokio und dem natürlichen Fuji sieht man hier die alte Kultur des Inselstaates.

Pontocho Viertel in Kyoto

Zentral in Kyoto gelegen ist das Pontocho Viertel. In diesem Viertel sind weder Autos, noch moderne Gebäude oder strahlende Leuchtreklamen erlaubt. Das alles führt dazu, dass in diesem Bereich Kyotos alles noch wunderbar alt und klassisch-japanisch aussieht. Hier soll man sehr gut Essen gehen können. Natürlich laufen hier auch einige Touristen durch die Gassen, doch es soll einem nicht so sehr auffallen, da auch ab und zu traditionelle Geishas hier ihren Weg kreuzen könnten.

An dieser Stelle wäre es auch passend zu erwähnen, dass Kyoto ein guter Ort ist, um an einer traditionellen „Teesitzung“ teilzunehmen. Zumindest, wenn du das nötige Kleingeld besitzt. Dann wird man in einem Raum von Geishas bedient und unterhalten. Wie die Zeit im Teehaus genau aussieht, kann ich nicht sagen, dennoch soll einem ein Schauspiel geboten werden, wenn man der japanischen Sprache mächtig ist, kann man sich auch mit ihnen unterhalten und man wird natürlich mit genügend Gerichten und traditionellen Getränken versorgt.

Auf Tempel-Tour

Seit dem ich mich mit Japan und all seinen schönen Seiten auseinandergesetzt habe, kam eine immer größer werdende Begeisterung für Tempel und alte Bauten in mir auf. Ich finde seit jeher den Baustil und das Design dieser Gebäude einfach schön. Deshalb will ich dann auch so viele wie möglich von diesen Tempeln sehen.

Kinkakuji Tempel

Zu allererst wäre da der Kinkakuji Tempel, auch als Golden Pavilion bezeichnet. Dieser Tempel trägt deshalb seinen goldenen Namen, da die obersten Etagen komplett mit Blattgold überzogen sind. Der Tempel galt Anfang des 15. Jahrhunderts als Residenz des Shoguns vom Ashikaga Klan. Der Tempel wurde gebaut um den extravaganten Lebensstil des damals führenden Klans zum Ausdruck zu bringen. Besonders hierbei auch: Jede Etage ist in einem anderen Stil gehalten. Das resultiert daraus, dass der Tempel schon lange besteht und von vielen unterschiedlichen Klans beherbergt wurde.

Fushimi Inari Taisha

Der Fushimi Inari Schrein soll im Jahre 794 zu Ehren des Reis-Gottes Inari erbaut worden sein. Unzählige rote Tore durchziehen das Areal. Diese Tore sind teilweise eng aneinander gesetzt und sind Gänge, die durch das Gebiet führen. Was an diesem Schrein auch noch auffällt, sind die Fuchs-Statuen. Der Fuchs dient als Nachrichtenüberbringer für den Reis-Gott. Weitere Tore und Wege führen einen Berg hinauf. Die Besteigung soll durchaus anstrengend sein. Dafür kann man dann in der Natur laufen und die Umgebung genießen. Es sollen auch noch weitere kleinere Schreine in diesem Gebiet sein. An einem der Schreine kann man sich eine kleine Fuchs-Maske nehmen und einen Wunsch aufschreiben. Diese wird dann an eine Wand gehängt und wenn dort genug von diesen Masken sind, wird eben diese Wand verbrannt und die Wünsche sollen in Erfüllung gehen.

Vieles mehr…

Jeder, der schonmal in diesem Inselstaat war, wird wahrscheinlich noch viele weitere Erlebnisse anbringen, die man unbedingt in Japan gemacht haben muss. Ich selbst könnte wahrscheinlich noch endlos weiterschreiben, da man allein in Kyoto noch tausend weitere Dinge machen kann. Geschweige denn von Tokio oder dem Rest von Japan.

Doch muss ich am Ende dieses Artikels resümieren, dass ich mich jetzt fest an die Planung machen muss. Planung in der Hinsicht, dass ich mir selbst genug Zeit bereitstelle, dieses facettenreiche Land zu erleben. Ich habe zwar meine festen Ziele, doch glaube ich, dass man dieses Land ohne feste Route bereisen muss und alles auf sich zukommen lassen sollte. Denn nur so schreibt das Leben und Reisen die besten Geschichten.

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